Wur­den bei einer stil­len Gesell­schaft Raten­ein­la­gen mit Eigen­ka­pi­tal­cha­rak­ter in fes­ter Höhe ver­ein­bart, so müs­sen die­se Raten auch nach Been­di­gung der Gesell­schaft zu den ver­ein­bar­ten Fäl­lig­keits­ter­mi­nen wei­terhion bezahlt wer­den, soweit die­ses Kapi­tal zur Befrie­di­gung der Gläu­bi­ger von der Gesell­schaft benö­tigt wird. Dies hat der für Gesell­schafts­recht zustän­di­ge Zivil­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs mit Urteil vom 16.05.2017 unter dem Akten­zei­chen II ZR 284/15.

Der Zah­lungs­an­spruch kann auch noch in der Insol­venz der Fonds­ge­sell­schaft vom Insol­venz­ver­wal­ter gegen die (ehe­ma­li­gen) stil­len Gesell­schaf­ter durch gesetzt wer­den.

Damit wird eine erheb­lich Nach­haf­tung bzw. Nach­schuss­pflicht für stil­le Gesell­schaf­ter kon­sti­tu­iert. Die Prü­fung und Abwehr sol­cher Ansprü­che gehört zu unse­rem Leis­tungs­spek­trum.

Den Ori­gi­nal­text der Ent­schei­dung kön­nen Sie in der Ent­schei­dungs­da­ten­bank des Bun­des­ge­richts­hofs nach­le­sen: Urteil vom 16.05.2017 – Az. II ZR 284/15.

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